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USA: Die US-Frühindikatoren präsentierten sich im Juli anhaltend positiv. Der Einkaufsmanagerindex (PMI) für das verarbeitende Gewerbe verharrte bei 53,9 Punkten (Vormonat: 53,9; Erwartung: 54,3), während sich der Dienstleistungs-PMI auf 53,6 Punkte (Vormonat: 51,2; Erwartung: 51,5) erhöhte und damit die Erwartungen deutlich übertraf. Der Composite-PMI legte auf 53,6 Punkte (Vormonat: 51,9) zu. Negativ entwickelte sich hingegen mit 90,8 Punkten (Vormonat: 91,2; Erwartung: 92,3) das Verbrauchervertrauen. Der Arbeitsmarkt zeigte sich unverändert robust: Die Zahl der wöchentlich gemeldeten Erstanträge auf Arbeitslosenhilfe erreichte im Juli einen vorläufigen Tiefstand. Zuletzt wurden nur 197.000 Erstanträge gezählt (Erwartung: 201.000). Im Juli veröffentlichte der Internationale Währungsfonds (IWF) eine neue Wachstumsprognose. Für das aktuelle Jahr erwartet der IWF weiterhin ein Wirtschaftswachstum von 2,3% (zuvor: 2,3%), für 2027 rechnet er nun mit einem Wirtschaftswachstum von 2,2% (zuvor: 2,1%).
Eurozone: Die Frühindikatoren für die Eurozone signalisierten im Juli eine anhaltend positive wirtschaftliche Dynamik. Der PMI für das verarbeitende Gewerbe stieg auf 52,0 Punkte (Vormonat: 51,4; Erwartung: 51,5). Noch deutlicher verbesserte sich der Dienstleistungs-PMI auf 51,6 Punkte (Vormonat: 49,4; Erwartung: 49,8). Infolgedessen erhöhte sich der Composite-PMI auf 51,9 Punkte (Vormonat: 50,0; Erwartung: 50,3). Der IWF rechnet für 2026 mit einem Wirtschafts-wachstum von 0,9% (zuvor: 1,1%), während er für 2027 weiterhin ein Wachstum von 1,2% (zuvor: 1,2%) erwartet.
Großbritannien: Die britischen Frühindikatoren entwickelten sich im Juli erfreulich. Der PMI für das verarbeitende Gewerbe stieg auf 52,8 Punkte (Vormonat: 52,5; Erwartung: 52,0). Besonders positiv entwickelte sich der Dienstleistungssektor: Der Einkaufsmanagerindex legte auf 51,8 Punkte zu (Vormonat: 48,8; Erwartung: 49,4). Auch der Composite-PMI stieg kräftig und lag mit 52,1 Punkten (Vormonat: 49,3; Erwartung: 49,7) wieder im expansiven Bereich. Der IWF rechnet für 2026 mit einem Wirtschaftswachstum von 1,0% (zuvor: 0,8%) und für 2027 weiterhin mit einem Wachstum von 1,3% (zuvor: 1,3%).
Japan: Die japanischen Frühindikatoren präsentierten sich im Juli weitgehend stabil. Der PMI für das verarbeitende Gewerbe reduzierte sich geringfügig auf 54,7 Punkte (Vormonat: 54,8), der Dienstleistungs-PMI sank auf 51,9 Punkte (Vormonat: 52,2). Der Composite-PMI lag bei 53,1 Punkten (Vormonat: 52,8). Für 2026 prognostiziert der IWF ein Wirtschaftswachstum von 0,6% (zuvor: 0,7%), für 2027 ein Wachstum von 0,7% (zuvor: 0,6%).
China: In China wurden die Frühindikatoren schwächer gemeldet. Der Industrie-PMI fiel auf 49,2 Punkte (zuvor: 50,3; erwartet: 50,0), der Dienstleistungs-PMI reduzierte sich auf 49,0 Punkte (zuvor: 50,2). Der Composite-PMI fiel entsprechend auf 49,3 Punkte (zuvor: 50,6). Der Export bleibt die wichtigste Stütze der chinesischen Wirtschaft und wuchs im ersten Halbjahr um 13,4% gegenüber dem Vorjahr. Der IWF hat seine Wachstumsprognose im Vergleich zur letzten Schätzung geringfügig angehoben. Für 2026 wird mit einem Wirtschaftswachstum von 4,6% (zuvor: 4,4%) gerechnet, für 2027 mit 4,1% (zuvor: 4,0%).
Die Inflation in den USA wurde für Juni niedriger gemeldet als erwartet. Die Gesamtinflation fiel auf 3,5% (Vormonat: 4,2%; Erwartung: 3,8%), die Kerninflation auf 2,6% (Vormonat: 2,9%; Erwartung: 2,8%). In der Eurozone stieg die Gesamtinflation im Juli leicht auf 2,9% (Vormonat: 2,8%; Erwartung: 2,9%), die Kerninflation lag mit 2,5% ebenfalls etwas höher als zuvor (Vormonat: 2,4%; Erwartung: 2,4%). In Großbritannien sank die Gesamtinflation im Juni auf 2,6% (Vormonat: 2,8%; Erwartung: 2,7%), während die Kerninflation bei 2,6% verharrte (Vormonat: 2,6%; Erwartung: 2,5%). In Japan lag die Gesamtinflation zuletzt bei 1,7% (Vormonat: 1,5%), die Kerninflation bei 1,6% (Vormonat: 1,4%; Erwartung: 1,6%). In China sank die Gesamtinflation auf 1,0% (Vormonat: 1,2%; Erwartung: 1,1%), die Kerninflation fiel auf 1,0% (Vormonat: 1,1%). Abhängig von den weiteren Entwicklungen im Nahen Osten ist in den kommenden Monaten mit einer verstärkten Inflationsdynamik zu rechnen.
Sowohl die Fed als auch die EZB und die BoE beließen ihre Leitzinsen im Juli unverändert. Angesichts der Sorge vor anhaltend hohen Energiepreisen und möglichen Zweitrundeneffekten signalisierten die Notenbanken weiterhin eine restriktive geldpolitische Haltung. Die Marktteilnehmer rechnen derzeit sowohl für die USA als auch für den Euroraum und Großbritannien im weiteren Jahresverlauf mit jeweils zwei Zinserhöhungen um 0,25%.
Der US-Kongress einigte sich im Juli auf eine Übergangsfinanzierung bis zum 11. Dezember und wendete damit einen Government Shutdown vorerst ab. Grundlegende Entscheidungen über die künftige Fiskalpolitik und den Abbau des Haushaltsdefizits wurden jedoch vertagt.
Der Konflikt zwischen den USA und dem Iran eskalierte im Juli erneut. Das im Juni vereinbarte Waffenstillstandsabkommen verlor faktisch seine Gültigkeit, nachdem gegenseitige Angriffe auf Energieinfrastruktur und militärische Einrichtungen wieder aufgenommen wurden.
