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Marktkommentar | Juli 2026

Konjunktur    

USA: Die US-Frühindikatoren präsentierten sich im Juni positiv. Der Einkaufsmanagerindex (PMI) für das verarbeitende Gewerbe stieg auf 55,7 Punkte (Vormonat: 55,1; Erwartung: 54,8), während sich der Dienstleistungs-PMI auf 51,3 Punkte erhöhte (Vormonat: 50,7; Erwartung: 51,0). Der Composite-PMI legte auf 52,2 Punkte (Vormonat: 51,5) zu. Das Verbrauchervertrauen des Conference Board stieg zwar geringfügig auf 91,2 Punkte, verfehlte damit dennoch die Erwartungen der Analysten (Vormonat: 90,6; Erwartung: 94,4). Der Arbeitsmarkt zeigte sich weiterhin robust: Die Zahl der Neueinstellungen belief sich zuletzt auf 57.000 (Vormonat: 129.000; Erwartung: 114.000), die Arbeitslosenquote fiel auf 4,2%. Die OECD hat ihre Wachstumsprognose für die USA bestätigt. Für das Jahr 2026 wird weiterhin mit einem Wirtschaftswachstum von 2,0% gerechnet, für das Jahr 2027 mit 1,8%.

Eurozone: Die Frühindikatoren der Eurozone signalisierten im Juni eine leichte Erholung der Konjunkturdynamik. Zwar ging der Einkaufsmanagerindex (PMI) für das verarbeitende Gewerbe geringfügig auf 51,3 Punkte zurück (Vormonat: 51,6; Erwartung: 51,6), gleichzeitig legte der Dienstleistungs-PMI jedoch deutlich auf 48,9 Punkte zu (Vormonat: 47,7; Erwartung: 48,6). Infolgedessen stieg der Composite-PMI auf 49,5 Punkte (Vormonat: 48,5; Erwartung: 49,1). Die OECD erwartet für das Jahr 2026 in ihrer jüngsten Juni Prognose ein Wirtschaftswachstum von 0,8% und für das Jahr 2027 ein Wachstum von 1,2%.

Großbritannien: Die britischen Frühindikatoren präsentierten sich im Juni schwach. Der Einkaufsmanagerindex (PMI) für das verarbeitende Gewerbe fiel auf 53,1 Punkte (Vormonat: 53,9; Erwartung: 53,5), gleichzeitig verfehlte auch der Dienstleistungs-PMI mit 48,7 Punkten die Markterwartungen deutlich (Vormonat: 49,3; Erwartung: 50,1). Der Composite-PMI gab auf 49,4 Punkte nach (Vormonat: 49,7; Erwartung: 50,6). Die OECD rechnet im Jahr 2026 mit einem Wirtschafts-wachstum von 0,9%, im Jahr 2027 mit einem Wachstum von 1,1%.

Japan: Die japanischen Frühindikatoren präsentierten sich im Juni durchweg fester. Der Einkaufsmanagerindex (PMI) für das verarbeitende Gewerbe stieg auf 54,9 Punkte (Vormonat: 54,5), der Dienstleistungs-PMI erhöhte sich auf 51,8 Punkte (Vormonat: 50,0). Der Composite-PMI konnte auf 52,5 Punkte (Vormonat: 51,1) zulegen. Für das Jahr 2026 prognostiziert die OECD ein Wirtschaftswachstum von 0,6%, für das Jahr 2027 ein Wachstum von 0,8%.

China: In China zeigten die Frühindikatoren im Juni wieder ein konstruktives Bild oberhalb der Expansionsschwelle. Der Industrie-PMI stieg auf 50,3 Punkte (zuvor: 50,0; erwartet: 50,1), der PMI des Dienstleistungssektors entwickelte sich mit 50,2 Punkten (zuvor: 50,1) ebenso leicht positiv. Entsprechend fester notierte auch der Composite-PMI bei 50,6 Punkten (zuvor: 50,5). Die OECD hat ihre Wachstumsprognose im Vergleich zur letzten Schätzung geringfügig angehoben. Für das Jahr 2026 wird mit einem Wirtschaftswachstum von 4,5% (zuvor: 4,4%) gerechnet, für das Jahr 2027 mit 4,3%.

Inflation

Die Inflationsentwicklung verlief im Juni weltweit uneinheitlich. In den USA beschleunigte sich die Gesamtinflation auf 4,2% (zuvor: 3,8%; erwartet: 4,2%), während die Kerninflation bei 2,9% verharrte (zuvor: 2,9%; erwartet: 2,8%). In der Eurozone fiel die Gesamtinflation auf 2,8% (zuvor: 3,2%; erwartet: 3,0%), während die Kerninflation auf 2,4% zurückging (zuvor: 2,6%; erwartet: 2,5%). In Großbritannien blieb die Gesamtinflation mit 2,8% (zuvor: 2,8%; erwartet: 3,0%) unverändert, während sich die Kerninflation auf 2,6% beschleunigte (zuvor: 2,5%; erwartet: 2,7%). In Japan lag die Gesamtinflation bei 1,5% (zuvor: 1,4%), während die Kerninflation bei 1,4% stagnierte (zuvor: 1,4%; erwartet: 1,4%). In China verharrte die Gesamtinflation bei 1,2% (zuvor: 1,2%; erwartet: 1,3%), die Kerninflation fiel geringfügig auf 1,1% (zuvor: 1,2%). Die Inflationsdynamik dürfte sich in den kommenden Monaten zunehmend abschwächen, sofern im Iran-Konflikt eine nachhaltige Friedenslösung erzielt wird.

Geldpolitik

Die erste Sitzung der US-Notenbank unter der Leitung von Kevin Warsh überraschte insofern, als sich der neue Fed-Vorsitzende klar und unmissverständlich zu den geldpolitischen Zielen bekannte. Damit machte er deutlich, dass die Fed vorerst keine geldpolitische Lockerung in Aussicht stellt. Entsprechend beließ sie den Leitzins auf ihrer Juli-Sitzung unverändert. Auch die Bank of England ließ ihren Leitzins unverändert. Im Gegensatz dazu erhöhte die Europäische Zentralbank ihren Leitzins erstmals seit 2023 um 0,25% auf 2,25%. Marktteilnehmer erwarten derzeit für den weiteren Jahresverlauf sowohl in den USA als auch im Euroraum und in Großbritannien jeweils eine weitere Zinserhöhung um 0,25%.

Fiskalpolitik

Die chinesische Regierung reagierte auf die rückläufigen Einzelhandelsumsätze mit einem Konsumstimulus in Höhe von 62,5 Mrd. Yuan (rd. 8 Mrd. EUR), um die schwache Binnennachfrage anzukurbeln.

Regulierung

Am 18. Juni 2026 unterzeichneten die USA und der Iran eine Absichtserklärung, die ein Ende der Kampfhandlungen und eine 60-tägige Periode für Verhandlungen über ein Ende des Krieges vorsieht.

Asset Allocation

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