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Marktkommentar | November 2026

Konjunktur    

USA: Die US-Frühindikatoren entwickelten sich im Oktober uneinheitlich, verharrten insgesamt jedoch auf einem hohen Niveau. Der Einkaufsmanagerindex (PMI) für das verarbeitende Gewerbe stieg auf 56,0 Punkte und erreichte damit den höchsten Stand seit 53 Monaten (Vormonat: 55,9; Erwartung: 55,5), während der Dienstleistungs-PMI auf 57,9 Punkte zurückging (Vormonat: 58,8; Erwartung: 58,0). Der Composite-PMI sank auf 57,6 Punkte (Vormonat: 58,4; Erwartung: 57,6). Der Arbeitsmarkt präsentiert sich weiterhin robust. Die Erstanträge auf Arbeitslosenhilfe lagen zuletzt bei 194.000 (Vorwoche: 200.000; Erwartung: 200.000). Der IWF beließ seine Wachstumsprognose für die USA für 2026 bei 2,3% und hob jene für 2027 von 2,2% auf 2,3% an.

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Eurozone: Die Frühindikatoren für die Eurozone wurden im Oktober rückläufig gemeldet. Der PMI für das verarbeitende Gewerbe sank auf 52,4 Punkte (Vormonat: 52,9; Erwartung: 52,7), der Dienstleistungs-PMI auf 51,7 Punkte (Vormonat: 53,0; Erwartung: 52,5). Der Composite-PMI fiel auf 51,9 Punkte (Vormonat: 53,1; Erwartung: 52,7) und markierte den tiefsten Stand seit vier Monaten. Belastend wirkte vor allem Frankreich, dessen Composite-PMI infolge der politischen und fiskalischen Krise auf 48,4 Punkte in den kontraktiven Bereich sank. Der Economic Sentiment Indicator der Europäischen Kommission gab zum zweiten Mal in Folge auf 96,9 Punkte nach (Vormonat: 97,9; Erwartung: 97,5). Der IWF erhöhte seine Wachstumsprognose für die Eurozone für 2026 von 0,9% auf 1,1%, für 2027 blieb sie unverändert bei 1,2%.

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Großbritannien: Die britischen Frühindikatoren überraschten im Oktober deutlich positiv. Der PMI für das verarbeitende Gewerbe stieg auf 52,8 Punkte (Vormonat: 51,9; Erwartung: 51,7), der Dienstleistungs-PMI auf 53,1 Punkte (Vormonat: 52,1; Erwartung: 51,8). Der Composite-PMI legte entsprechend auf 53,1 Punkte zu (Vormonat: 52,0; Erwartung: 51,8) und signalisierte das stärkste Wachstum seit Februar. Das Verbrauchervertrauen brach hingegen um 11 Punkte auf -24 Punkte ein (Vormonat: -13; Erwartung: -15). Der IWF hob seine Wachstumsprognose für Großbritannien für 2026 von 1,0% auf 1,3% an, senkte jene für 2027 von 1,3% auf 1,2%.

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Japan: Die japanischen Frühindikatoren signalisierten im Oktober eine stabile, aber verhaltene konjunkturelle Entwicklung. Der PMI für das verarbeitende Gewerbe sank auf 53,3 Punkte (Vormonat: 54,1), während der Dienstleistungs-PMI auf 52,0 Punkte zulegte (Vormonat: 51,3). Der Composite-PMI blieb unverändert bei 52,3 Punkten (Vormonat: 52,3). Der IWF hob seine Wachstumsprognose für Japan für 2026 von 0,6% auf 0,7% an, für 2027 blieb sie bei 0,7%.

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China: Die chinesischen Frühindikatoren verschlechterten sich im Oktober und wurden unterhalb der Expansionsschwelle von 50 Punkten gemeldet. Der Industrie-PMI fiel auf 49,3 Punkte (Vormonat: 50,1), der Dienstleistungs-PMI auf 49,7 Punkte (Vormonat: 50,2). Der Composite-PMI reduzierte sich auf 49,7 Punkte (Vormonat: 50,7). Der IWF senkte seine Wachstumsprognose für China für 2026 von 4,6% auf 4,5% und für 2027 von 4,1% auf 4,0% und verwies dabei auf den schwachen Konsum sowie rückläufige Investitionen infolge der Belastungen im Immobiliensektor.

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Inflation

Die Gesamtinflation in den USA stieg im September auf 3,7% (Vormonat: 3,4%; Erwartung: 3,6%), während sich die Kerninflation auf 2,6% beschleunigte (Vormonat: 2,4%; Erwartung: 2,5%). In der Eurozone stieg die Gesamtinflation auf 4,0% und erreichte damit den höchsten Stand seit September 2023 (Vormonat: 3,8%; Erwartung: 4,0%), während die Kerninflation bei 2,5% verharrte (Vormonat: 2,5%; Erwartung: 2,5%). In Großbritannien erhöhte sich die Gesamtinflation auf 3,5% (Vormonat: 3,1%; Erwartung: 3,4%), die Kerninflation auf 2,8% (Vormonat: 2,6%; Erwartung: 2,7%). In Japan stieg die Gesamtinflation auf 2,1% (Vormonat: 1,9%), die Kerninflation auf 2,1% (Vormonat: 1,7%; Erwartung: 2,1%). In China stieg die Gesamtinflation auf 0,9% (Vormonat: 0,8%; Erwartung: 1,0%), die Kerninflation verharrte bei 1,0% (Vormonat: 1,0%). Der Konflikt zwischen den USA und dem Iran sorgt weiterhin für erhöhte Energiepreise und trägt gemeinsam mit den gestiegenen Erzeugerpreisen zu einem anhaltenden Inflationsdruck bei.

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Geldpolitik

Im Oktober legten die Notenbanken nach den Zinserhöhungen im September eine Zinspause ein. Die Fed beließ ihren Leitzins bei 3,75–4,00%, die EZB den Einlagensatz bei 2,50% und die Bank of Japan ihren Leitzins bei 1,25%. Für Aufmerksamkeit sorgte die Ankündigung von EZB-Präsidentin Christine Lagarde, ihr Amt mit Februar 2027 vorzeitig niederzulegen. Die Bank of England erhöhte hingegen am 5. November ihren Leitzins um 0,25% auf 4,00%.

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Fiskalpolitik

Im Oktober wurde für das am 30. September beendete US-Fiskaljahr 2026 ein Anstieg des Haushaltsdefizits um 217 Mrd. US-Dollar auf rund 2,0 Billionen US-Dollar bekannt gegeben. Die Zinszahlungen auf die Staatsschulden erreichten mit rund 1,05 Billionen US-Dollar einen historischen Höchststand.

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Regulierung

Die US-Demokraten haben bei den Midterm-Wahlen einen deutlichen Sieg erzielt und die Mehrheit in beiden Kammern des US-Kongresses übernommen. Dieser Machtwechsel entzieht den Republikanern die parlamentarische Mehrheit und schränkt den gesetzgeberischen Spielraum Präsident Trumps erheblich ein.  

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Asset Allocation

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